Wortbruch von Ramsauer: Keine Elektrifizierung der Südbahn!

Genau das, was von Ramsauers und Grubes Verkehrspolitik zu erwarten war ist eingetreten: Rechtzeitig vor der Volksabstimmung zum Austrittsgesetz von Stuttgart 21 wurde vollmundig von Beiden die Elektrifizierung der Südbahn als Auswirkung dieses Immobilienprojekts zugesagt und von der Wirtschaft und allen politischen Gremien Oberschwabens erfreut aufgegriffen und entsprechend publiziert. Nach der Volksabstimmung liest man im zeitgerecht veröffentlichten Investitionsrahmenplan des Bundesverkehrsministeriums plötzlich von einer “weniger vorrangigen” also nicht datierbaren Einstufung dieses schon seit Jahrzehnten dringend nötigen Schienenprojekts.

Ein klarer Wortbruch, aber für die Volksabstimmung im Sinne der Oppositionsparteien CDU und FDP und der zweiten Regierungspartei SPD sehr erfolgreich. Unverständlich aber offenbar in der Politik so üblich, sieht der Bundestagsabgeordnete Riebsamen vom Bodenseekreis nun die grün-rote Landesregierung in der Pflicht und nicht seinen parteinahen Ramsauer.

Mit Stuttgart 21 hat die Elektrifizierung der Südbahn offenbar nichts mehr zu tun. Und so werden sicher bis zur möglichen Fertigstellung des leistungsschwachen Tiefbahnhöfles in Stuttgart mit nur 8 Bahnsteiggleisen für maximal 38 Zügen/Stunde und dem Abbau des zweitpünktlichsten und mit 56 Zügen/Stunde leistungsstärkeren Kopfbahnhofs weiterhin und noch jahrelang die dröhnenden und umweltschädlichen Dieselloks die oft überfüllten Südbahnzüge durch das schöne Oberschwaben schleppen. Eine schlechte, aber von den Oberschwaben so gewollte Lösung.

Egon Hopfenzitz – Leiter Stuttgart Hbf 1981 — 1994
 

  1. Pingback:  Nach der Volksabstimmung (27.11.2011) | spd-mitglieder-gegen-s21

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