Bahnprivatisierung: Bahnfahrer beschweren sich so oft wie nie


(Schwäbisches Tagblatt Tübingen, 31.Dezember 2013)
Berlin. Für Bahnfahrer war 2013 ein nerviges Jahr. Die vielen Verspätungen spiegeln sich in der Zahl der Beschwerden bei der Schlichtungsstelle wider. Bis 30. Dezember seien 3306 Schlichtungsanträge zu Bahnfahrten eingegangen, sagte der Geschäftsführer der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr(SOP), Heinz Klewe. Das ist die mit Abstand größte Zahl in den vier Jahren, seit die Einrichtung ihre Arbeit aufgenommen hat.

Zum Vergleich: Im Jahr 2010 gab es 2069 Beschwerden, 2011 waren es 2448. Im Jahr 2012 sank die Zahl auf 2112 Anträge. Streckensperrungen nach Herbststürmen und die Umleitungen wegen des Elbe-Hochwassers seien die wesentlichen, „aber nicht die einzigen Gründe” für die gewachsene Unzufriedenheit bei den Bahnfahrern. Auch die Engpässe in der Zugflotte hätten sich bemerkbar gemacht.

In knapp der Hälfte der Fälle hätten Kunden sich über Verspätungen und Zugausfälle geärgert, berichtete die „Süddeutsche Zeitung”. In rund jedem dritten Beschwerdefall habe es Probleme mit dem Ticket gegeben. Jede vierte Beschwerde betraf den Service, etwa weil der Erste-Klasse-Wagen fehlte oder weil es an Hilfe für Menschen mit Gehbehinderung mangelte. „Weit mehr als 80 Prozent unserer Schlichtungsvorschläge wurden sowohl von den Reisenden als auch von den Verkehrsunternehmen akzeptiert”, sagte Klewe. dpa


(Dazu passend: Video – ARD, 30.12.2013, 30 Sekunden)


Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>