Der SPD-Landesvorstand antwortet den “SPD-Mitgliedern-gegen-S21″

Liebe Genossinnen und Genossen,
im November 2012 schickten wir einen Brief mit einem Gesprächsangebot an den SPD-Landesvorstand. Nach langem Hin und Her kam es schließlich Ende Januar 2013 zu einem Sondierungsgespräch mit Leni Breymaier, Katja Mast und Marten Jennerjahn. Das Antwortschreiben des LVO im Anschluss an unser Gespräch wurde nun in dieser Woche von der Geschäftsstelle frei gegeben. Über den Inhalt könnt ihr euch selbst ein Urteil bilden.
Klaus Riedel


Unser Brief…
Die Antwort…

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11 Antworten auf Der SPD-Landesvorstand antwortet den “SPD-Mitgliedern-gegen-S21″

  1. E.-Rudolf Barth sagt:

    Liebe Genossen,

    Stuttgart 21 ist doch nur die Spitze einer desolaten Verkehrspolitik, die auch von der SPD
    unterstützt wurde und wird. Statt den Bahnverkehr auszubauen, wurde viele Strecken aus Kostengründen rückgebaut und der Güterverkehr auf ein Minimum reduziert! Das Motto “Güter auf die Bahn” nur noch billiges Hohngelächter! Statt dessen haben sich die Vorstände und Entscheider ihren Salär auf Weltniveau gehoben. Wichtiger als eine vernünftige und umweltfreundliche Lenkung der Verkehrsströme, sind die regelmäßig neuen Namenskreationen, dieser ehemals gut funktionierenden Deutschen Bundesbahn. Neu angeschaffte Triebzüge sind schon nach wenigen Wochen total vergammelt, da eine systematische Säuberung nicht mehr stattfindet, weil das billigste Reinigungsunternehmen den Zuschlag erhalten hat. Eine ausufernde Entscheidungsbürokratie (Verkehrsverbünde etc.) tut noch das Übrige.
    Aber die SPD Spitze träumt noch immer von einer Aktionärsbahn. Das dann vielleicht ein paar superreiche Wüstendeppen über Wohl und Wehe des Bahnverkehrs entscheiden, scheinen unsere Mitwirker bei der Willensbildung des Volkes völlig zu ignorieren.
    Hauptsache das Volk hält das Maul und malocht bis zum Umfallen! Erinnert doch irgendwie an adelige Zeiten: haltet Ihr sie nur dumm, wir machen sie schon müde! Ein Hoch auf diese glorreiche Demokratur!

    • Uwe Loschen sagt:

      Als überzeugter Regional-Bahnkunde und Anwohner an einer Bahn- und Autobahnstrecke habe ich im September wieder die Wahl:
      Wird in die Kapazität der Eisenbahninfrastruktur und den Lärmschutz investiert oder wird das knappe Geld in Stuttgart 21 weiter nutzenarm und schuldenträchtig verbuddelt?
      Wenn ich der SPD meine Stimme geben soll, erwarte ich, dass sie sich hier eindeutig positioniert.
      Mit verbindlichen Grüßen
      Uwe Loschen

  2. Peter Gernbacher sagt:

    Ja, immer wieder sehen- und hörenswert die sehr guten Beiträge gegen S21 – auch im TV (z.B. Monitor) – und in unzähligen Beiträgen, gehalten auf Demos, Kundgebungen, geschrieben in noch mehr Kommentaren, Artikeln, Statements und und … .
    Eigentlich sollte man denken, dass wir alle uns einig sein müssten (auch in der BRD mit unseren über 2 Billionen Bund-, Länder- und Gemeinden-Schulden), dass wir die Tunnelmilliarden für ganz andere unserer vielen gesellschaftlichen sozialen Aufgaben nötig bräuchten.
    Zu den unnötigen Milliarden, die uns dieser Wahnsinn kostet, kommen ja noch im Dutzend die weiteren planerischen und ökologischen Katastrophen, die die Stadt weiter verwüsten werden, wie jetzt schon an vielen Orten zu sehen ist – und die der ganze Tunnelbau noch so mit sich bringen wird.
    Und was hört man dazu von der Führungs-SPD im Land und im Bund …?
    Sie fabeln was vom Fortschritt oder davon, dass dies wirtschaftlich nötig wäre, um …
    Schrecklich!
    Sie hören nicht, sie sehen nicht, sie denken nicht …. .
    Man hat den Eindruck, die sind alle gegossen (Genossen) in Beton.
    Die SPD im Elend – im weiteren Sink-Sturzflug.
    Es wäre nicht einmal ein großes Wunder, wenn die CDU auch noch auf dem Ausstiegs-Gebiet die SPD überholen würde … .

  3. Dorothee Lewis sagt:

    Der Meinung von Opa Kolja schließe ich mich 100%ig an. Die SPD in Ba-Wü ist absolut unglaubwürdig, wenn sie andere Themen wie Bildung für den Wahlkampf glaubt vorgeben zu können und den Tiefbahnhof S21, das “Kellerbahnhöfle”, außen vorlässt. Alle SPD-Verlaut-barungen sind hohle Phrasen, wenn sie einerseits 1000 Lehrerstellen streicht, aber zulässt, dass Milliarden buchstäblich vergraben werden. Das wird der Partei viele Stimmen kosten, womöglich den Wahlsieg bei den Bundestagwahlen. Genosse Schmiedel ist der beste Wahlhelfer der CDU und damit von Angela Merkel, die sich ja für S 21 ausgesprochen hat. Wann endlich distanziert sich die SPD-Ba-Wüs von ihm in dieser Frage? Wann endlich sind die Genossen hier im Ländle zum Umdenken bereit?

  4. Klaus Dilper sagt:

    Liebe SPDler,

    viele Jahre war ich überzeugter Wähler der SPD. Ich hielt sie immer für eine Partei, die Sach­entscheidunen auf der Basis von Fakten trifft. Als Mitglied einer Familie die nun in dritter Generation reale Eisenbahner hervorgebracht hat, bin ich entsetzt wie eine Frage mit dieser Kostenrelevanz fachlich absolut falsch eingeschätzt wurde. Ich kenne keinen einzigen Eisenbahner mit Beriebserfahrung, der sich für dieses Projekt jemals stark gemacht hätte! Weltweit gibt es keinen einzigen Bahnhof der bezogen auf die Ein­woh­ner­zahl der betroffenen Region so viele Defizite aufweist wie S21. Der Kosten-Nutzen-Faktor von S21 ist unterirdisch! Für jemanden, der jeden Euro der dem Schienenverkehr zugute kommt mehr als begrüßt, ist es nur noch zum Heulen zumute, wenn man bedenkt, was mit den Mitteln für S21 alles bewerkstelligen könnte.
    Ich musste das mal loswerden.
    K.D.

  5. ^Jürgen von Sieg sagt:

    was Opa Kolja heute um 12.56 uhr schrieb ist die wahre katastrophe. es ist aber auch eine realistische einschätzung. man muß sich doch nur einmal vor augen führen, mit welcher unbekümmertheit in Berlin mit milliarden hantiert wird. uns kommt es riesig vor, wenn die gegenwärtig gehandelten ausgaben von etwa 6 milliarden diskutiert werden. von Berlin aus betrachtet wäre es aber ohne weiteres möglich, diese summe durch zugabe weiterer bundesmittel zu verdoppeln. was sind 6 milliarden nachschlag, verteilt auf eine bauzeit bis 2025? richtig! nicht mehr als ein fliegenschiß! also wird es wohl geschehen.
    Jürgen von Sieg

  6. Opa Kolja sagt:

    Lt.heutiger Medienberichte (“aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen” o.s.ä.),wäre nun der Bund doch bereit ,die bereits prognostizierten Mehrkosten für das Megaprojekt zu übernehmen und seine Vertreter im DB-Aufsichtsrat entsprechend zu briefen.
    Die Ländles-Projektpartner müssten “nur” die aus der Schlichtung entstandenen Forderungen übernehmen-speziell die Kosten des zu optimierenden Flughafenbahnhofes.
    Man muss davon ausgehen,dass Schmid,Schmiedel,Drexler,Blind freudig die neue Lage begrüßen und sich nicht ihrer Schwüre ” Kostenbeiträge bleiben gedeckelt” erinnern.
    Damit unterstützten sie dann,bewußt oder unbewußt,Frau Merkels S21-Basta-Politik.

  7. Hans-Adolf Bode sagt:

    Leider bin ich zu weit weg um an der Demo teil zu nehmen, lebe überwiegend in Südafrika.
    Gestern Abend bei Monitor wurde doch alles gesagt was da so von Anfang an, betrogen, und gelogen wurde. Nachdenklich ist, da sagt A.Merkel, die Landtagswahl ist eine Abstimmung für oder gegen S 21. Ergebnis bekannt. Nun geht die Landes SPD eine Koalition mit den Grünen ein, einer Partei die gegen S 21 ist. Aber anstatt die LW Abstimmung umzusetzen und nun für den Ausstieg zu sein, kämpfte Schmid, Schmiedel und Drexler besessen für das Murks Projekt. Hier in Südafrika halten die führenden Politiker bei allen grossen Projekten vor einer Zustimmung die Hand auf, kaum zu glauben, dass es so etwas auch in Deutschland gibt. Unsere Freunde im Deutschen Club sind sich allerdings ganz sicher, dass da Millionen bereits geflossen sind. Ich bin kein Freund von Schmid, Schmiedel, aber käuflich, nein das kann ich mir nicht vorstellen. Möglicher Weise einfältig, vielleicht dumm-gutgläubig, das ist sogar sehr wahrscheinlich. Aber noch ist Zeit, dass Schmid mit denken anfängt, um unsere , meine SPD nicht in den Abgrund zu führen

  8. Opa Kolja sagt:

    Mein Urteil: Wenn die SPD-Parteispitze die nun täglich zunehmende Brisanz um S21″ in 2013 nicht mehr zum Thema machen möchte”, betreibt sie parteischädigende Vo­gel­strauß­po­li­tik. Was oder wessen Interessen sind für dieses Nichtbefassen wollen eigentlich ausschlaggebend? Es zeichnet sich doch ab, dass aufgrund der be­kannt­ge­wor­de­nen Ko­sten­ex­plo­sion der Bund,der DB-Aufsichtsrat -ja der DB-Vorstand selbst- die Diskussion um mögliche Alternativen eröffnet haben.Wenn nun, entsprechend dem Antwortbrief, weiter auf stur geschaltet bleibt, wird das Thema der Partei demnächst noch bös auf die Füße fallen.

  9. Gebhard Pflug sagt:

    Wie immer nehmen sie den Rückbau überhaupt nicht zur Kenntnis! Echte Schwachköpfe reden da von Fortschritt! Das Erleichtert es mir unendlich dieser Partei niewieder meine Stim­me zugeben! Danke ihr habt es versucht! Wer so auf seine Dummheit besteht dem ist nicht zuhelfen! Mfg. Gebhard Pflug

  10. henrike luz sagt:

    Liebe SPD-ler gegen $21.
    Erst mal vielen Dank, dass Eure tolle Gruppe sich so stark macht gegen das Projekt und gegen die Betonköpfe Eurer Partei.
    Ich war vor langer Zeit auch SPD-Wählerin, aber ich halte die Partei im Moment nicht für wählbar. Weder in Stadt, Land und Bund. Leider.
    Bei einigen K21-ern kommt immer mal wieder die Frage auf, in wiefern der Genosse Schmiedel ein Sprachrohr der Bahn ist und ob da nicht Korruption dahinter steckt? Das ist doch nicht normal wie er sich vehement für das Projekt einsetzt.
    Oben bleiben!
    Mit herzlichen Grüßen von Henrike Luz.

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