Wacht endlich auf, Genossen an der Parteispitze!
Ihr habt viel zu lange auf das falsche Pferd gesetzt!

(Brief an Nils Schmid, Claus Schmiedel und Wolfgang Drexler – Frank Distel, SPD-Mitglieder-gegen-S21,
11. Oktober 2012)
   
Lieber Nils, lieber Claus, lieber Wolfgang,
was muss eigentlich noch passieren, bis Ihr seitens der SPD Baden-Württemberg gemeinsam mit Eurem größeren Koalitionspartner endlich die Weichen für einen Ausstieg aus diesem verantwortungslosen Wahnsinn namens „Stuttgart 21“ stellt? Wie viele Steilvorlagen dieser unsäglichen DB AG braucht Ihr eigentlich noch, bis Ihr endlich bereit seid, die erdrückenden Fakten gegen „Stuttgart 21“ anzuerkennen und den einzig richtigen Schluss zu ziehen, nämlich ENDE mit S 21?

Der Kostendeckel ist längst gerissen! Die Steuerzahler im Land würden es Dir, lieber Nils, nicht vergessen, wenn Du in Deiner Verantwortung für die Finanzen des Landes umschwenkst, denn Land, Stadt Stuttgart, Region und die vier beteiligten Landkreise bezahlen Stuttgart 21 – bei Bewertung aller Finanzierungsströme – ganz alleine, während die Bahn und damit der Bund an diesem Milliardengrab Geld verdienen. Dies übrigens umso mehr, je teurer das Projekt wird. 6, 7, vielleicht am Ende sogar 8 Milliarden für einen schlechteren, weitaus gefährlicheren und weniger zukunftssicheren Bahnhof als wir heute haben! Übrigens wäre durch einen Ausstieg auch der Landeshaushalt viel leichter zu konsolidieren – und zwar ohne – wie schon so oft – den Beamten in die Tasche zu langen.

Auch politisch seid Ihr durch Euer unverständliches Festhalten an einem längst gescheiterten Projekt ins Abseits geraten:

Die Kommunalwahl in Stuttgart hat die SPD im Sog der bürgerlichen S21-Verblendeten sang und klanglos verloren; anderswo sind wir bestenfalls auf der Stelle getreten;
- die Landtagswahl habt Ihr mit dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten grob fahrlässig vergeigt, obwohl schon damals klar war, welche Fehlplanung „Stuttgart 21“ in Wirklichkeit ist;
- die OB-Kandidatur von Bettina Wilhelm (die persönlich am Wenigsten dafür kann) ist desaströs gescheitert – und Ihr habt nichts daraus gelernt, außer der zähneknirschenden (aber richtigen) Wahlempfehlung für Fritz Kuhn.

Der Filderdialog war die schiere Farce einer viel zu späten Bürgerbeteiligung, spätestens an deren Ende die Beteiligten sich nur noch an der Nase herumgeführt fühlen mussten. Dies vor Allem, weil die dennoch mit überraschend großer Mehrheit zustandegekommene Empfehlung vernunftbegabter Bürger für eine weitaus bessere und vermutlich sogar kostenneutrale Lösung mit den fadenscheinigsten Begründungen beiseite gewischt wurde. Und zwar ohne die Überlegungen und Kombinationsmöglichkeiten unserer Lösungsvorschläge auch nur ansatzweise seriös geprüft zu haben!

Eure Durchhalteparolen wirken auf mich und viele enttäuschte Genossinnen und Genossen nur noch lächerlich. Sich jetzt noch auf das mit Lug und Trug der bürgerlichen Seilschaften zustandegekommene Ergebnis der Volksabstimmung oder gar auf den Parteitagsbeschluss von Karlsruhe zu berufen, ist völlig daneben, weil die Grundlagen für diese Entscheidungen inzwischen durch die zahllosen Pannen der Bahn längst obsolet sind. Besser: schon damals größtenteils obsolet waren!

Ich erspare mir die vollständige Aufzählung der zahllosen Pleiten und Pannen dieser dilettantischen Bahn. Fest steht, dass wir Gegner und unsere Fachleute bis jetzt ausnahmslos mit sämtlichen Prognosen Recht behalten haben – und es ist leicht vorherzusehen – weiterhin Recht behalten werden. Es ist längst offensichtlich, dass sich die Bahn in jeder Hinsicht an diesem bahnbetrieblichen Schwachsinn verlupft; und dazuhin die Stadt an ihrer städtebaulichen Fehlplanung. Nicht einmal mit bedrückendst – desaströser Verdichtungsarchitektur wird Stuttgart auch nur in die Nähe einer Amortisation der Kostenanteile kommen, die durch die Stadt am Ende beigesteuert werden müsste. Von den zahllosen weiteren Risiken, die erst im Laufe des Baus sichtbar werden, will ich hier gar nicht mehr reden; auch diese, unsere Befürchtungen werden nach allen bisherigen Erfahrungen weitgehend eintreffen.

Mein persönlicher Standpunkt wird Euch erfahrungsgemäß nur wenig berühren. Ich nenne ihn trotzdem: für DIESE SPD werde ich bei den kommenden Wahlen keinen Finger mehr krumm machen – wenn Ihr weiterhin stur an dieser Fehlplanung festhaltet. Würde ich – wie früher – aktiv an Standaktionen mitwirken, dann müsste ich um meiner Selbstachtung willen empfehlen, die SPD NICHT zu wählen. Das will ich Euch und meinen Freunden in Ostfildern lieber ersparen. Das Einzige, was Ihr zurecht von mir noch erwarten dürft ist, dass ich mein Mandat als Stadtrat der SPD in meiner Heimatstadt weiterhin stets seriös und sachlich fortführe.

So weit habt Ihr es mit Eurem sturen Festhalten an diesem stadtzerstörenden Wahnsinn gebracht. Ihr seid die Spalter der SPD Baden-Württemberg; nicht wir (zahlreichen) Mitglieder, die wir aus fundierten fachlichen Gründen gegen Stuttgart 21 sind!

Das nun wirklich Allerletzte ist die vernichtende Brandschutzexpertise – fast wortwörtlich, wie wir es vorausgesagt haben. Und das Schlimmste dabei: die Probleme sind angesichts der äußerst beengten Breiten der Bahnsteige und der entsprechend viel zu schmalen Auf- und Abgänge im neuen Tiefbahnhof faktisch gar nicht zu beheben. Um mir weitere Worte zu ersparen, habe ich Euch die heutige Pressemitteilung des BUND einkopiert. Dieser ist nichts hinzuzufügen:

Planungschaos und mangelhafter Brandschutz:
BUND fordert sofortigen Baustopp von Stuttgart 21
Stuttgart. „Wir fordern einen sofortigen Baustopp für Stuttgart 21. Es dürfen keine weiteren Fakten geschaffen werden, die zur faktischen Unumkehrbarkeit des Projektes führen. Vor allem muss die Bahn auf die noch in diesem Jahr geplanten Baumfällungen im Rosensteinpark verzichten“, sagte BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender anlässlich der vernichtenden Kritik der Gutachter am Brandschutzkonzept der Bahn für den geplanten Tiefbahnhof. „Es stellt sich die Frage, ob die Bahn das Projekt überhaupt im Griff habe. Mangelhafter Brandschutz, Änderungen am Grundwassermanagement, Planungschaos auf den Fildern, technische Mängel im Gleisvorfeld – die Probleme häufen sich. Aus unserer Sicht ist die technische Realisierbarkeit von Stuttgart 21 massiv in Frage gestellt“, so Dahlbender. Die Mängel kommen für den BUND nicht überraschend. Dahlbender erinnert daran, dass der Brandschutz bereits während der Erörterungsverhandlungen zur Planung des Tiefbahnhofs vor fast zehn Jahren massiv kritisiert wurde. Auch 2010 während der Schlichtungsgespräche konnte die Bahn die Kritik am Brandschutz nicht ausräumen. Dahlbender verweist darauf, dass der Schlichterspruch von der Bahn eine zwingende Berücksichtigung aller Forderungen der Stuttgarter Feuerwehr fordert.

„Ungeheuerlich und politisch absolut inakzeptabel ist, dass die Projektpartner von dem brisanten Brandschutzgutachten erst aus den Medien erfahren haben und nicht direkt von der Bahn unterrichtet wurden“, kritisiert Dahlbender. Die Bahn habe aus den Erfahrungen der Vergangenheit nichts gelernt und verfolge nach wie vor die Strategie, unangenehme Wahrheiten so lange wie möglich zu vertuschen. „Die Projektpartner Land, Stadt und Region Stuttgart dürfen sich nun nicht länger von der Bahn auf der Nase herumtanzen lassen, sondern müssen jetzt Flagge zeigen und die Reißleine ziehen“, so Dahlbender. Die Frage der Einhaltung des vereinbarten Kostenrahmens müsse endlich auch geklärt werden. Nach Ansicht des BUND ist die Kostenobergrenze längst überschritten.

Wacht endlich auf, Genossen an der Parteispitze! Ihr habt viel zu lange auf das falsche Pferd gesetzt!
Frank Distel

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20 Antworten auf Wacht endlich auf, Genossen an der Parteispitze!
Ihr habt viel zu lange auf das falsche Pferd gesetzt!

  1. Klaus Hör sagt:

    Eine Frage an all die vielen Genossinnen und Genossen, die immer wieder vergeblich an Claus Schmiedel geschrieben haben. Wer von Euch hat auf unsere mehr als berechtigten Anliegen und Sorgen um die verheerende Lage der Partei jemals eine anständige Antwort erhalten?
    Sollen wir uns diese dummdreiste Arroganz wirklich länger gefallen lassen?
    Was müssen wir über den “Querschläger”, “Koalitonskrach auf zwei Beinen”, “Totengräber der SPD” den Gott-mit-uns-S21er noch alles ertragen, bis wir ihm endlich den Stuhl vor die Tür setzen?

  2. Pingback: Nach der Volksabstimmung | spd-mitglieder-gegen-s21

  3. Dem Beitrag von Frank Distel, SPD-Mitglieder-gegen-S21, ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Ausser der schwachsinnigen Bemerkung von Schmiedel in der Stuttgarter online-Zeitung. “Wer einen besseren Brandschutz will, muß auch dafür bezahlen”! Wer kann diesem Mann sein hanebüchenes Geschwätz zu S21 verbieten? Wer, wie er, auf einer CDU-Veranstaltung dem gigantischen Betrugsprojekt S21 Gottes Segen zuspricht der kann nur von Bacchus (röm. Gott des Weines) beseelt sein. Allen Respekt den mutigen Gegnern in der Partei! Die Drei Landesspitzen der SPD werden diese große Volkspartei auf dem Altar der Finanzspekulation opfern und in die Bedeutungslosigkeit versenken.

  4. Gabriele Haug sagt:

    Ich bin zwar kein SPD Mitglied, aber eine SPD Wählerin. Im Land habe ich noch nie die Grünen gewählt, weil sie mir zu konservativ waren und sind. Dank Eurem Festhalten an S 21 habe ich sie dann zähneknirschend letztes Jahr zum ersten Mal gewählt. Sehr gerne hätte ich Frau Wilhelm meine Stimme gegeben, muss nun aber aus bekannten Gründen wieder das kleinere Übel wählen. Denkt endlich mal wieder an eure WählerInnen und hört auf mit dem “Geldverbrennen” und macht eine solide Politik.

    • U. Z. sagt:

      Liebe Frau Haug,
      was Sie schreiben, gilt 1:1 auch für mich.
      Als lebenslange SPD-Wählerin (ich bin inzwischen immerhin 68 Jahre alt), frage ich mich heute sowohl auf Bundesebene, weit mehr aber hier in Baden-Württemberg wo die CDU aufhört und die SPD anfängt.
      Ist wirklich nur noch eine große Koalition das Ziel der SPD?
      Sie fordern die SPD auf, endlich mit dem “Geldverbrennen” Schluss zu machen.
      Ich möchte ergänzen: Geldverbrennen, wenn schon, dann wenigstens zum Nutzen aller oder mindestens einer breiten Schicht, nicht für die, die ohnehin auf der “Einnahmen”-Seite der Gesellschaft stehen. Um die kann sich gerne die FDP kümmern!

  5. Opa Kolja sagt:

    Beim Thema S21 sollten sich unsere Obergenossen nur mal die Frage stellen:Welcher Personenkreis präferiert eigentlich dieses sündteure, hochriskante und leistungseinschränkende Wahnsinnsprojekt; das Warum erschließt sich dann fast automatisch.
    Vielleicht dann noch -nur wenn sie dies nicht überfordert- warum so viele Genoss/Innen dieses Projekt ablehnen.

  6. Hans Ambros sagt:

    Nach meinem Dafürhalten hatte die SPD-Fraktion ohne eigene Prüfung, auf die Regierungspartei unkritisch reagiert. Das nenne ich für die damalige Oppositionsgruppe ein höchst verantwortungsloses Verhalten. Das habe ich damals Wolfgang Drexler -als persönlichen Jugendfreund- in einem Telefongespräch sehr deutlich gesagt!!
    G r u ß, Hans A m b r o s Böblingen

  7. Bodo Büchner sagt:

    Wie viele ICEs werden erst im Tiefbahnhof entgleisen, wenn es jetzt schon drei sind?

  8. Dieter Benz sagt:

    Lieber Frank,
    Deine Feststellungen treffen den berühmten Nagel auf den Kopf. Auch ich werde mich zurücknehmen was Wahl-Aktionen für die SPD im Land anbelangt, und die SPD im Land und im Gemeinderat verliert weiter an Glaubwürdigkeit und Wählerstimmen. Dazu ein anderes Beispiel was zum Niedergang führt. Die SPD Gemeinderatsfraktion war für den Verkauf der ‘Stadtwerke’. Heute reisen Vertreter der Fraktion durch die Stuttgarter OV um Werbung für neue Stadtwerke zu machen, ohne auch zu sagen warum damals verkauft wurde und dass sie für das Desaster verantwortlich sind. Es ist für mich unglaublich, deshalb müssen verschiedene Funktionen der Partei hier in Stuttgart endlich mal aufwachen. Man muss mal wieder dem Volk und der Basis ‘auf Maul’ schauen und nicht nur selbstgefällig dahinwursteln.

  9. Hans-Dieter Reeker sagt:

    Hamburg hat den Millionenschaden einer fehlgeplanten Elbphilharmonie, Niedersachsen die millionenteuren Baumängel am Tiefwasserhafen Wilhelmshaven, Berlin das Milliardengrab des desolaten Flughafens, Bayern hatte Wackersdorf, Nordrhein Westfalen den nie in Betrieb gegangenen Schnellen Brüter in Kalkar, Rheinlad-Pfalz das Nürburgringdesaster – muss da nicht die SPD dafür sorgen, dass auch Baden-Württemberg mit S 21 etwas Vergleichbares bekommt? Das ist sie dem Land ja wohl schuldig!

  10. Günter Ruff sagt:

    Lieber Frank Distel,
    Du hast fast alle Argumente (es gibt noch mehrere) gegen S21 zusammengefaßt und komprimiert dieser SPD-S21-Lobby vorgelegt! Dafür danke ich Dir!
    Ob diese Lobby darauf reagieren wird, bin ich gespannt.
    Menschen mit normalem Menschenverstand und Physikalisch-Technischen Einsichten dürfte das sicherlich nicht schwerfallen. Aber diese Lobby hat das doch!
    Woran liegt es dann, daß sie bisher nicht das Wohl der Menschen in diesem Lande unter einem anderen Blickwinkel sehen und erreichen wollen? Dieser Blickwinkel heißt wohl ein toller Tiefbahnhof mit vielen versprochenen Ultras, der hier der Bevölkerung vorgegaukelt wurde und wird, wobei man aber sicherlich weiß um die vielen Risiken (Gipskeuper, Thermalwasser, Brandschutz, Behindertengerecht, …..), aber es könnte sein wie bei Odysseus , als er die Meerenge bei Skylla und Karybdis durchfuhr, daß viele Versprechungen mit Flötengesängen die Seefahrer irritierten .
    Ich hoffe, daß Nils, Claus Schmiedel und Wolfgang Drexler mit ihrer Pro S21-Mannschaft endlich diese Klippen umschiffen werden und bin immer noch guter Hoffnung, daß dieses Milliardengrab endlich aufgegeben wird zugunsten des alten bewährten Bonatzhauptbahnhofes Stuttgart.
    Günter Ruff Auenwald.

    • Herrn Günter Ruff kann ich, als ehemaliger Kollege, nur bestärken. Allerdings habe ich bei den drei Herren, die die SPD im Landtag repräsentieren, wenig Hoffnung auf ein Einsehen. Insbesondere bei Schmiedel. Seid dieser Herr auf einer CDU-Veranstaltung in Stuttgart wörtlich sagte: “Gott ist mit Stuttgart-21″! Viele Zuhörer hatten damals die Frage geäussert: “Ist denn der besoffen?
      Ich kann es nur mit zwei Versen aus Schiller`s “An die Freude” sagen:

      Festen Mut in schwerem Leiden,
      Hülfe, wo die Unschuld weint,
      Ewigkeit geschwornen Eiden,
      Wahrheit gegen Freund und Feind,
      Männerstolz vor Königsthronen -
      Brüder, gält es Gut und Blut, -
      Dem Verdienste seine Kronen,
      Untergang der Lügenbrut!
       

      Gruß, Herbert Haffner

  11. Reinhard Geisser sagt:

    Danke – Frank Distel und danke an die Kommentatoren. Der Inhalt kann unserer Landesspitze nicht oft genug um die Ohren gehauen werden. Nicht aufhören mit der Kritik; nur die Gewalt ächten und weiterhin zeigen, was SPD-Mitglieder-gegen-S21 von unserer Landesspitze denken. Es muss ihnen täglich in den Ohren klingeln wie ein Tinitus. Vielleicht steht am Ende doch ein Stop, wenn sich auch vermehrt Frust breitmacht. Alle, die über die Sparmaßnahmen der Regierungskoalition motzen, muss man fragen, wofür sie bei der VA gestimmt haben. Waren sie für ein Ausstiegszenario oder dagegen. Weiter gehts mit dem Protest.

  12. Hans-Martin Wischnath sagt:

    Dem Brandbrief ist nichts mehr hinzu zu fügen. Die SPD, der ich bis vor wenigen Jahren über 27 Jahre angehörte, ist schon sei langem nicht mehr die wie zu Willy Brandt`s Zeiten.
    Dies schwachsinnige Festhalten an Stuttgart 21 ist bei halbwegs nüchterner Betrachtung nicht nachvollziebar!!! Die SPD ist landes- und bundesweit schon seit mehreren Jahren nicht mehr wählbar!!!

  13. U. Z. sagt:

    Lieber Frank Distel,
    danke für den offenen Brief. All das ist schon so oft gesagt worden und kann doch gar nicht oft genug wiederholt werden.
    Wo war eigentlich die SPD-Opposition in den Jahren der Entscheidung für Stuttgart 21???
    Ich fürchte, die Wahlergebnisse für die SPD werden noch schlechter werden. Die SPD sollte erkennen, dass Stuttgart 21 ist für sie kein Gewinnerthema ist. Wer diesen Bahnhof haben will, wählt CDU oder FDP, und wer ihn verhindern will, wählt ganz bestimmt erst recht nicht SPD. SPD-Wähler pflegen nämlich zu denken, bevor sie ihr Kreuzchen machen!
    Danke für den Schluss-Satz: “Wacht endlich auf, Genossen an der Parteispitze! Ihr habt viel zu lange auf das falsche Pferd gesetzt!”
    Aber Nils Schmid wird es nicht lesen und schon gar nicht überdenken oder gar danach handeln. Dazu fehlt ihm der Mut. Darauf möchte ich wetten!
    Vielleicht stoppt ja die Bahn selbst noch diesen Murks. Hoffen wir mal.

    • Peter Boettel sagt:

      Dieser Kommentar trifft hundertprozentig und analysiert die Wahlschlappen der SPD in Stuttgart und Baden-Württemberg; er müsste dem Brief an die Obergenossen als Ergänzung mit Hinweis auf die Stimmung an der Basis beigefügt werden.

  14. Karl-Heinz Irgang sagt:

    Frank hat zu 100% Recht mit seinem Brandbrief und seinem Schlußsatz!
    Obergenossen mit welchem Geld hantiert Ihr eigentlich? Es ist nicht zuletzt das Geld der kleinen Leute und der vielzitierten Mittelschicht. Haben wir SozialdemokratInnen nicht immer propagiert genau diese Menschen in den Parlamenten zu vertreten? Dieses Bewusstsein muss den Obergenossen abhanden gekommen sein, spielen sie doch vornehmlich den Kapitalisten und Zockern in die Hände! All das wider besseren Wissens, es sei denn sie verweigern bereits das Lesen von Ausarbeitungen aus der Fachwelt. Eine andere Erklärung mag ich gar nicht zu Ende denken, vertritt doch Herr Kauder (CDU) diese Woche die Auffassung “Politik und Lobbyismus gehören untrennbar zusammen!” Unsere Obergenossen spielen die gleiche Geige oder doch nicht …….? Transparenz, eine viel zitierte Floskel mehr nicht!

  15. G.R. sagt:

    Die SPD unterscheidet sich ja nicht mehr von der CDU und so ist nur noch Grün wählbar.
    Der SPD fehlen u.a. kluge Köpfe !

  16. Elfriede Becker sagt:

    Lieber Frank Distel! Du sprichst mir aus der Seele.
    Alle Prognosen der S 21-GegnerInnen sind bereits traurige Wahrheit geworden. Ich bin nach 48-jähriger engagierter SPD-Mitgliedschaft wegen S 21 und der Haltung unserer Landesregierung dazu ausgetreten, dafür gehöre ich jetzt als Mitglied dem BUND an.
    Aber immer noch hoffe ich – mit Brigitte Dahlbender – dass sich dieses Projekt von selbst erledigt.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt! E.Becker

  17. Peter Boettel sagt:

    Die Obergenossen hätten bereits vor Jahren aufwachen müssen, aber wenn sie es jetzt immer noch nicht tun, tragen sie nicht nur die Mitverantwortung für die Verschwendung von Milliarden Steuergeldern, wo man doch das Sparen in die Verfassung aufnehmen wollte, sondern für das Risiko bei Katastrophen, also für Verletzte, Traumatisierte und schlimmstenfalls für Tote. Anlässlich einer Fernsehdiskussion vor der Volksabstimmung letztes Jahr meinte Nils noch, man verfüge über so gute technische Fortschritte, dass bei den Bauarbeiten nichts passieren könne, und was geschieht in den letzten Monaten? Eine Entgleisung folgt der vorherigen unmittelbar.

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