Ein Fünkchen meines verloren gegangenen Vertrauens …

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Murawski,
soeben lese ich Ihr Schreiben vom 2. Februar an den Technik-Vorstand der DBAG, Dr. Ing. Kefer und gewinne ein Fünkchen meines verloren gegangenen Vertrauens in die von mir mit gewählte Landesregierung zurück. Vielen Dank für Ihre klaren Worte(siehe Link)!

Schon vor der »Volksabstimmung«, beim Showdown des so genannten Stresstests befielen mich Zweifel, als Ministerpräsident Kretschmann seine Stellungnahme mit dem Satz begann: »Wir akzeptieren diesen Stresstest«. Hatte es der neue »Landesvater« denn nötig, einer offensichtlichen Betrügerbande derart den Hof zu machen? Hätte er damals den Mut gehabt, Ross und Reiter dieser hinterlistigen Farce beim Namen zu nennen, wäre sein »Wunder« wahrscheinlicher geworden. Die Wahrheit in dieser Kernfrage hätte er zur Chefsache machen müssen – in einer Regierungserklärung. Stattdessen überließ er es OB Palmer mit seinem Vortrag ein paar Interessierte in Hinterzimmern zu be(un)glücken.

Jetzt ist der politische SuperGAU eingetreten, und Sie versuchen noch ein paar Kohlen aus dem Feuer zu retten. Ich finde, Sie machen diesen Job hervorragend. Endlich schlägt da einer mal den richtigen Ton an gegenüber der ewig grinsenden Arroganz. Bitte, geben Sie keinen Millimeter nach! Eine politische Niederlage ist noch lange keine rechtliche. Die geplanten Baumfällungen sind allein deshalb schon rechtswidrig, weil die Baumaßnahme selbst, deretwegen sie durchgezogen werden soll, weder rechtlich noch planerisch im Griff ist (siehe Anhang 2.Eilantrag). Man fängt ja beim Hausbau auch nicht an ein Dach zu decken, bevor der Keller ausgehoben ist.

Für den »Schiefbahnhof« bedeutet dies: Zuerst muss der Nesenbach-Düker fertig sein und das Grundwasser-Management funktionieren. Beides muss einen einjährigen Testbetrieb störungsfrei bestehen. Vorher darf kein einziger Baum mehr gefällt werden, denn die Landeshauptstadt ist auf ihre GRÜNE LUNGE dringend angewiesen. Fordern Sie von der DBAG kristallklare Verhältnisse bei Planung und Finanzierung, und vor allem den Test-Beweis, dass die größten Mineralwasser-Vorkommen Europas ungestört weiter fließen, bevor Sie wieder Polizeikräfte aus anderen Bundesländern gegen Ihre eigenen Wähler anfordern!
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Felder

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